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Allgemein:
| Es empfiehlt sich sehr die Maße in einem in etwa entsprechendem Rollstuhl zu nehmen. |
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Sitzbreite Gemessen wird im Bereich der Hüftknochen. Eine, bei Kindern ggf. auf jeder Seite, senkrecht gestellte Handfläche Platz genügt. Die Rollstuhlseitenteile bieten Halt und ermöglichen das Lenken des Stuhles durch Körperdrehung nur, wenn die Sitzbreite entsprechend eng ist. Bei zu großer Sitzbreite müssen die Arme zum Antreiben zu weit abgewinkelt werden (physiologisch ungünstige Armstellung). Sitztiefe Gemessen wird vom Rückenrohr bis zur Kniekehle abzüglich 2 bis 3 Finger breit. Durch eine zu lange Sitztiefe rutschen die Beine nach vorne, um dem Druck in der Kniekehle und an den Sehnen auszuweichen, das Becken kippt nach hinten und eine gerade Sitzhaltung ist nicht mehr möglich. |
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Bild links: Aufgrund der großen Sitzbreite müssen die Arme nach außen abgewinkelt werden. Bild rechts: Die relativ eng angepaßte Sitzbreite bietet Halt und ermöglicht eine gute Armführung beim Fahren des Rollstuhls. |
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Rückenlehnenhöhe: Die Rückenlehne sollte nicht höher als bis zur unteren Schulterblattkante reichen, um die Bewegungsmöglichkeiten des Rumpfes und der Arme nicht zusätzlich einzuschränken und auch eine entlastende Position durch Streckung nach hinten zu ermöglichen. Bild links: Die zu hohe Rückenlehne schränkt die Bewegungsmöglichkeit der Arme und des Rumpfes stark ein. Bild rechts: Die integrierte gewölbte Rückenlehne lässt den Armen und dem Rumpf die Bewegungsmöglichkeiten und bietet dem Rücken halt. |
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Unterschenkellänge: Gemessen wird von der Kniekehle bis zur Ferse, wobei Sitzkissen und Schuhe mitberechnet werden müssen. Die Oberschenkel müssen gut auf der Sitzfläche aufliegen und die Füße gleichzeitig fest auf dem Fußbrett stehen. Die Unterschenkellänge ist in der Regel stufenlos verstellbar und sollte bei Kinder auch immer wieder nachgestellt werden. Bild links: Durch eine zu lange Sitztiefe kippt das Becken nach hinten und das aufrechte Sitzen wird erschwert. Bild rechts: Das angepasste Sitzkissen mit Anformung im hinteren Pobereich, hier in Kombination mit einer integrierten Rückenschale, ist eine wichtige Grundlage für gutes Sitzen. |
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Zubehör: An Zubehör sind für Kinder Antikippräder und höhenverstellbare Schiebegriffe sinnvoll. Ein Kleiderschutz darf nicht hinderlich beim Greifen sein und auch nicht die Möglichkeit beinhalten, die Finger einzuklemmen. Steckachsen bei den Hinterrädern sind heute mittlerweile Standard. Die Feststellbremse muss für Kinder leicht zu erreichen und zu bedienen sein, die Bremshebel dürfen beim Umsetzen nicht stören.Sehr wichtig ist das richtig angeformte und angepasste Sitzkissen und die anpassbare Rückenbespannung oder ein angeformter Rücken (s.o. integrierte Rückenschale).Ist die Rückenbespannung anpassbar, kann sie über den ganzen Rücken unterhalb des Schulterblattes Unterstützung und Halt geben, indem der Lendenwirbelbereich abgestützt wird und darüber und darunter mehr Platz gelassen wird, um so zwischen den Rahmenrohren sitzen zu können und auch seitlich Halt zu finden. Dadurch ergibt sich beim Sitz ein Loch hinter der gängigen Sitzbespannung genau an der Stelle, wo der Po Halt benötigt. Ein Kissen mit fester Unterlage, das diese hintere Rundung mitberücksichtigt und durch etwas Aufpolsterung hinten, an den Seiten und nach vorne hin eine leichte Sitzmulde bietet, ist für längeres Sitzen erforderlich. |
| Autorin und Bildmaterial : Ute Herzog |